über mich

Manuela Ming: "Wenn es jedem einzelnen Menschen besser geht, er gelassener wird, seine Beschwerden gelindert werden können und/oder er ausgeglichener wird, haben wir alle etwas davon. Ich bin überzeugt, dass QiGong dazu einen sehr wertvollen Beitrag leisten kann."

Interview von Cynthia Schumacher mit Manuela Ming

Was ist QiGong für Dich?

 

QiGong ist etwas ganz Wichtiges in meinem Leben geworden. Es ist aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken. Qi ist eine Art Lebensenergie, Gong beinhaltet Arbeit, Üben, Können.  Dazu kommt für mich die asiatische Philosophie, die mein Leben sehr bereichert.

 

Wie bist Du zum QiGong gekommen?

 

Ursprünglich habe ich mit Yoga angefangen. Eine gute Kollegin absolvierte zwei Ausbildungen zur QiGong-Lehrerin in Deutschland und in der Schweiz. Sie erzählte immer mal wieder davon. Das machte mich neugierig. Als Ihre Lehrerin in Stans einen Wochenend-Workshop gab, nahm ich daran teil.

 

An diesem Wochenende merkte ich, wie gut QiGong nur schon an zwei Tagen getan hat. Deshalb fing ich bald darauf mit der Lehrer-Ausbildung an. Eigentlich nur für mich persönlich zur Vertiefung und um noch mehr darüber zu erfahren. Damals hatte ich nicht im Sinn, dies je zu unterrichten. 


Wie lange und regelmässig praktizierst Du QiGong?

 

Der Wochenende-Workshop fand im Herbst 2011 statt. Anfangs 2012 begann ich die Lehrer-Ausbildung. Ich praktiziere fast jeden Tag QiGong. Die asiatische Philosophie begleitet mich ebenfalls.

 

Worauf achtest Du bei der Kleidung?

 

Beim Üben achte ich darauf, dass es bequeme Kleidung ist. So, dass ich mich gut bewegen kann. Ausserdem achte ich darauf, dass der Lendenwirbel-Bereich gut geschützt ist. Manchmal machen wir Bewegungen, bei denen man sich ziemlich streckt und dehnt. Und so sollte es eigentlich nicht passieren, dass ein Körperteil unabsichtlich freigelegt wird. Die Kleidung sollte nicht einengen.

 

Was hat QiGong in Deinem Leben verändert?

 

Spontan würde ich sagen: Alles. Einerseits die Übungen, welche mir persönlich sehr gut tun. Ich arbeite Teilzeit in einem Büro. Das heisst, ich sitze viel vor dem Computer. Vor QiGong hatte ich regelmässig Rücken- und Schulterbeschwerden. Diese waren nach der ersten Ausbildungswoche weg. Wenn jetzt wieder Rücken- oder Schulterbeschwerden auftreten, weiss ich genau, welche Übungen ich machen muss. Das hat mir QiGong auf der körperlichen Ebene gebracht. Kopfschmerzen hatte ich früher auch oft, manchmal Migräne. Das wurde (mit den entsprechenden Übungen) sehr selten. QiGong gab mir auch sehr viel mehr innere Ruhe, als ich zuvor gehabt habe. Ich bin ein ziemlich energie-geladener Mensch und habe ziemlich viel Power, was sich unterschiedlich auswirken kann. QiGong half und hilft mir da sehr, mehr Gelassenheit zu bewahren und mehr innere Ruhe und Geduld zu bekommen. Warteschlangen, zum Beispiel an der Supermarkts-Kasse haben mich früher ziemlich genervt. Mittlerweile nerven sie mich überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil! So kann ich beim Anstehen üben. Es ist für mich nicht mehr "Warten" sondern es sind  willkommene Übungs-Gelegenheiten. Früher unvorstellbar, doch heute finde ich es manchmal fast schade, wenn es keine Warteschlange hat. Es sind so viele Sachen, die ich QiGong zu verdanken haben.

 

Welche Gefühle löst QiGong bei Dir aus?

 

Ich glaube, dass siehst Du: Ich strahle und könnte wohl Stunden über QiGong erzählen (wenn man mich lässt). Wenn mich jemand etwas zu QiGong fragt, sage ich oft: "Möchtest Du eine kurze oder eine lange Version?" Wie bereits gesagt, hat QiGong so viel in meinem Leben verändert. Besonders auch in Notsituationen. Es gibt Situationen im Leben, die schwierig sind. Sei es beruflich oder privat. Auch bei solchen Situationen hat mir QiGong unglaublich geholfen. QiGong gibt mir auch da Halt. Ich glaube, wenn ich sagen würde, ich liebe QiGong, wäre das noch zu wenig. Es ist mehr. Es wurde zu einem festen Lebensbestandteil von mir.  Ich kann mir momentan nicht vorstellen, je davon weg zu kommen. Ich hoffe, dass mein Weg mit QiGong weiter gehen wird. Ein Vorteil von QiGong ist, dass man es bis ins hohe Alter üben kann. 

 

Praktizierst Du eine bestimmte Art von QiGong? Wenn ja, welche?

 

Unterrichten tue ich medizinisches QiGong und TaiJi-QiGong. Ich persönlich kenne und übe noch andere Arten von QiGong, zum Beispiel stilles QiGong. Inzwischen kenne ich recht viele Übungen. Es ist gar nicht mehr möglich, alle zu üben. Anfangs fand ich es spannend, neue Übungen kennen zu lernen. Inzwischen denke ich, anfangs war es noch schön überschaubar. (lacht)

 

Auszug aus der "Vertiefungsarbeit QiGong" von Cynthia Schumacher. Mit freundlicher Genehmigung von C. Schuhmacher. (Leicht redigierte Fassung). 


 

Manuela Ming, Jahrgang 1974, hat im Herbst 2011 QiGong für sich entdeckt.  Im Januar 2012 begann sie die traditionelle Lehrerausbildung; zuerst nur aus persönlichem Interesse und nicht mit der Absicht je zu unterrichten. Als sie merkte, wie wohltuend diese Übungen sind und wie QiGong ihr Leben positiv veränderte, beschloss sie die gesamte Ausbildung zu durchlaufen.

 

Bereits nach dem ersten Lehrerausbildungsretrait wurde sie die Nacken- und Rückenschmerzen - die sie wegen ihrer sitzenden Bürotätigkeit immer mal wieder plagten - dauerhaft los. Ausserdem hatte ihr erstes QiGong-Retreat auf verschiedenen Ebenen so eine Wirkung auf sie, dass sie unbedingt mehr davon erfahren und erleben wollte. Seitdem ist QiGong aus ihrem Leben nicht mehr weg zu denken.

 

Auch heute profitiert sie tagtäglich von QiGong: Sei es um Stress abzubauen oder um körperliche Beschwerden zu lindern oder das Wohlbefinden zu verbessern. Sie empfindet QiGong als sehr hilfreich im Alltag.

Unterricht & Fortbildung

Als Manuela Ming im Januar 2012 das erste QiGong-Lehrerausbildungs-Retreat besuchte, hatte sie überhaupt nicht vor, QiGong zu unterrichten. Im Februar 2013 erhielt sie die Erlaubnis zu unterrichten. Seit September 2015 gibt sie die wertvollen Übungen gerne weiter. Die Übungen sind ein tolles und hilfreiches Handwerkszeug und sollen allen Menschen zugänglich sein. Das ist ihre Hauptmotivation zu unterrichten. Sie freut sich über jede und jeden der zu QiGong findet.

 

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Einfühlungsgabe, ihren Sinn für Humor und ihr herzliches Lachen. QiGong fasziniert sie immer wieder von Neuem.

 

Eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ist ihr wichtig. Sie nimmt an einem fortlaufenden Lehrer-Fortbildungskurs teil. Ausserdem besucht regelmässig QiGong-Retreats sowie weitere QiGong-Weiterbildungen. Diese unterstützen sie für ihre Lehrertätigkeit und ihre persönliche Weiterentwicklung. In einem Teilzeitpensum arbeitet sie im Sozialbereich.

 

Seit September 2015 unterrichtet sie QiGong in Sarnen und seit August 2016 in Alpnach Dorf. Im Herbst 2017 gab sie für den Bildungsclub Luzern der Pro Infirmis einen QiGong-Kurs für beeinträchtige Menschen.

 

  • Diplomierte Lehrerin für TaiJi-QiGong und medizinisches QiGong 
  • Aufbaustudium QiGong mit Kindern (2019)
  • In Ausbildung: Begleitung Sterbender und deren Angehöriger (Palliative Care)

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